DIE FALLFAHRT


Die Wallfahrer kommen an dem für die Wallfahrt bestimmten Tag zu der Kirche. Sie wandern durch die Gegend, durchstoßen das Gebüsch im Walde, überschreiten Bächer und Rinnen. Wer sich auf den Weg begibt, muss mit  mühevoller Wanderung durch anspruchsvolles Terrain, frei von jeglichen Errungenschaften der Zivilisation rechnen. Es ist ein weg der Demut und Buße. Die mit der Wanderung verbundene Mühe wird zur körperlichen und seelischen Katharsis. Das Böse wird zusammen mit dem Schweiß ausgeschwemmt, der durch die Poren des von der Wanderung angestrengten Körpers entrinnt.




Der Wallfahrer kommt zu der Kirche und holt einen Stein aus seinem Ranzen. Er nahm ihn unterwegs von dem Torso einer Wand, die wahrscheinlich früher ein Haus gewesen war. Er geht durch das Tor, \Steigt durch den Turm hinauf, überquert den Steg bis in die Umfangswand der Kirche hinein und legt seinen Stein auf den Haufen, den bereits Andere vor ihm dort aufgetragen haben. Danach geht er wieder hinunter, folgt weiter den einzelnen Stationen durch die gesamte Kirche, betritt die Kapelle und verneigt sich vor der Mutter Gottes. Er nimmt an der Eucharistie und  dem Begleitprogramm teil, oder versinkt schlicht in Kontemplation inmitten der umliegenden Landschaft.



Manche Pilgerer kehren bei Einbruch der Dämmerung zurück nach Hause, andere bleiben über Nacht. Tagsüber ist die Kirche in Sonnenschein, nachts wiederum in Finsternis eingetaucht. Die dunkle Nacht erinnert an den ersten Augenblick der Schöpfung. Gott schuf zuerst die Materie, doch sie blieb in der Finsternis versteckt. Erst das Licht machte die Materie sichtbar, und die Materie hat wiederum das Licht vergegenwärtigt. Tagsüber bauen die Pilgerer die steinernen Wände der Kirche, nachts zünden sie Kerzen an und stellen sie in die Nischen und Auskragungen. Der Bau der Umfangswände ist ein Symbolisches Ritual der Schöpfung der Materie. Das Anzünden einer Kerze dient als Erinnerung an den Augenblick, in dem das Licht die Materie zum ersten mal aus der Dunkelheit hinaustreten ließ.


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