STELLE


Für den Bau wurde die dominante Lage unweit der Verschwundenen stadt Duppau gewählt. Der Hügel Špičák ist geeignet entlang der Achse West-Ost gerichtet und entspricht der geplanten Grundrissform der Kirche. Der Bau ist so Platziert, dass der Gipfel des Hügels sich in ideeller Mitte des östlichen Abschlusses des Kirchenschiffes befindet – anstelle des Altars also. Der Steinerne Kern des Hügelgipfels wird entblöst und als Grundstein für die Altarmensa genützt.















FORM


Die Wallfahrtskirche ist auf einem Berggipfel über der Gewellten, von Tälern durchkreuzten Umgebung situiert und Erinnert bei läufiger Betrachtung an ein in der Landschaft verankertes Schiff – die Arche Noah nach deren Landung auf dem Gipfel Ararat. In der Baumasse durchdringen zwei Grundelemente einander – der Turm und die Umfangsmauer. Es handelt sich um einen Hinweis auf die Dualität des männlichen und weiblichen Prinzips, auf die ersten Menschen – Adam und Eva. An der Südseite der Kirche befindet sich das Eingangstor. |Dessen Portal ist durch Nischen verschiedener Größe gegliedert. Von der Ferne gesehen fließen die einzelnen Nischen optisch zu dem Symbol des Kreuzes zusammen...

NUMMER


In den Grundriss der Kirche ist die Nummer Acht hineingeschrieben. In der christlichen Ikonographie spielt diese Nummer eine wichtige Rolle, es ist das Symbol der Auferstehung, des ewigen Lebens und der Neuen Schöpfung in der Taufe. Eine andere, universelle Bedeutung hat diese Nummer als Symbol der Unendlichkeit – jener unergründlichen Tiefe der stillen und allgegenwärtigen Göttlichkeit, Anfang und Ende der Schöpfung. Die einzelnen Kreuzwegstationen sollen in ihrer Ordnung den Pilgerer diese unsichtbare Grundformel des Bauwerks verfolgen lassen.Seine Schritte verschmelzen so für einen Augenblick mit dem symbolischen Bild des Schöpfers, durchstrahlt von Liebe, Glaube und Hoffnung.

TOR


Das Tor ist als künstlicher Felsenblock aus massivem monolitischem Beton entworfen. Die Betonoberfläche wird unter Einfluss von Wind und Regen zunehmend verwittern, mit Moos und Flechte bewachsen, und nach ein paar Jahrzehnten wird sie sich in ein Naturgebilde verwandeln, in dem Vögel und Eichhörnchen nisten werden.

Das Portal eröffnet sich an der Außnach Süden, zur Sonne. Diese Orientierung hängt mit der Einweihung zusammen. Die Südseite wird mit dem Lichtboten, dem Erzengel Michael verbunden. Die Wände des Portals und des Eingangs sind mit Öffnungen und Nischen versät. Nachts Stellen die Pilgerer Kerzen hinein, damit das Tor des Tempels mit seinem Licht in die düstere Landschaft aufstrahlt.


KRIEGERDENKMAL


An dem Ehrenplatz in der Achse des Eingangsportals befindet sich das Denkmal zur Erinnerung an Soldaten, die im Kampf, bei Erfüllen ihrer Dienstpflichten oder während der Manöver im Gebiet des Truppenübungsplatzes ums Leben gekommen sind. Vor der Schlichten Platte aus schwarzem Granit mit eingemeißeltem Text steht ein zum Niederlegen von Kränzen bestimmter Betonblock. Die darauf stehende Plastik erinnert in ihrer Gestalt an einen Soldatenhelm. Sie wird aus lichtdurchlassendem Onyx gefertigt und man wird sie mithilfe einer hineingestellten Kerze erleuchten können. An einen Teil der Umfangsmauer hinter dem Denkmal werden Platten mit Namen der Gefallenen angebracht. Im Laufe der Zeit werden diese Tafeln zum „gewachsenen“ Bestandteil der Kirchenmauer...

ALTAR


Dem östlichen Abschluss des Kirchenschiffes dominiert der steinerne Kern des Gipfelhügels.Der von Regen und Schnee umspülte Felsen wird in einen Naturaltar umgewandelt. Der Entblößte Steierne Gipfel Deutet auf die Stelle hin, wo sich Abraham einst seiner Prüfung unterzog, indem er durch Opferung seines Sohnes Isaak seine Ergebenheit dem allmächtigen Gott beweisen sollte. Aus dem Felsen wächst wie ein lebendiger Baum das Kreuz Christi empor. In der symbolischen Hierarche des Presbytäriums symbolisieren der Felsen und Das Kruzifix das Alte und das Neue Testament. Die Altarmensa ist als schlichter Monolit in der Form eines Tisches aufgefasst. Der Altar sollte eine Stelle einfacher, prunkloser Eucharistie unter freiem Himmel sein, mit Myriaden von Sternen über den Köpfen.


MUTTERGOTTESKAPELLE


In den Grundmauern des Turmes befindet sich die Muttergotteskapelle. Deren Zentralraum ist zum Teil in der steinernen Sohle ausgemeißelt, wobei der rauhe Felsen als sichtbare Grundlage der Betonmauern und Säulen frei belassen wird. Versteckt unter der Erde symbolisiert die Muttergotteskapelle das Geheimnis der Empfängnis Christi und gleichzeitig auch den Beginn des Lebens überhaupt. Neben dem Muttergottesaltar, der an das mütterliche Gemüt als schönsten Ausdruck selbstloser Liebe erinnert – Versöhnlichkeit, Einfühlsamkeit und Bereitschaft, den Anderen zu geben, sind in der Kapelle noch zwei weitere Altäre platziert -  der Heiligen Maria Magdalena und der Heiligen Anna Selbstdritt. Die drei mit dem Leben Christi eng verbundenen Frauen repräsentieren drei Grundphasen der Weiblichkeit – Jugend, Mutterschaft und Alter.

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